... und nachfolgend Bemerkenswertes gefunden. Professor Karlheinz Essl erklärt sich und seinen Freunden vom Art Collector's Club die Kunst.

"Was bestimmt den Wert des Kunstwerks? Berühmtheit des Künstlers, Rarität, Trend." Und: "Die besten Kunstwerke verzeichnen den höchsten Wertzuwachs." Daraus ergeben sich von Klosterneuburg aus gesehen folgende Tendenzen: "Chinesische Kunst: plus 440 Prozent Wertsteigerung. Zhang Xiaogang hat mit einem Auktionsumsatz von 23,7 Millionen den Amerikaner Jeff Koons auf den 2. Platz verwiesen. Indische Kunst. Kunst aus Deutschland: Altmeister wie Gerhard Richter, Sigmar Polke, Georg Baselitz, Anselm Kiefer ... Die Künstler der Leipziger Schule. Die junge deutsche Kunstszene mit Jonathan Meese, Daniel Richter, Frank Nitsche, Eberhard Havekost etc. Fotografie: die Düsseldorfer Becher Schule (z. B. Andreas Gursky, Thomas Struth, Thomas Ruff, Candida Höfer)." Daraus ergibt sich folgender Ausblick: "Ein Ende des Booms ist nicht abzusehen!"

Aber, Folgendes nie vergessen: "Kunst entsteht nicht aus dem Leib, sondern aus dem Geist. Gott ist der Geist und wer ihn anbetet, muss ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten (Paulus, nicht Essl). Jede kreative Leistung ist Teilhabe am Göttlichen Schöpfungsakt." Woraus sich für die Kunst jetzt folgende Aufgaben ergeben: "Die Menschen zu erhöhen, sie nach oben zu ziehen, in die Sphäre des Göttlichen - aber mithilfe der Sinne. Der Mensch ist: Geist und Materie/Seele und Leib. Kunst weist über den Menschen hinaus." Und gemeinsam mit dem Professor finden wir nun zurück zu: "Wahrhaftigkeit und Inhalten." Weil: "Das rasante Tempo der Erlebnis- und Spaßgesellschaft überlagert die wahren Werte des Lebens." Hoffentlich heute schon gesammelt! (mm / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.12.2007)