Lagos - Mindestens 43 Tote hat am Dienstag die Explosion einer Öl-Pipeline in einem Vorort der nigerianischen Metropole Lagos gefordert. Die Opfer, darunter viele Frauen und Kinder, wurden rasch in einem Massengrab beerdigt, weil die Behörden die Ausbreitung von Krankheiten befürchteten.

"Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen, weil viele Verletzte in sehr kritischem Zustand sind", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Katastrophe ereignete sich, als viele Menschen von einer leckgeschlagenen Leitung Öl abzapfen wollten.

Vor fast genau einem Jahr waren 260 Menschen bei einer Ölexplosion in einem Vorort von Lagos umgekommen. Die Pipelines werden häufig von Dieben aufgebohrt. Trotz der hohen Einnahmen aus dem Exportgeschäft profitieren die sozial schwachen Nigerianer nicht vom Wohlstand durch den Rohstoff und versuchen immer wieder, illegal Öl abzuzapfen. (APA/dpa)