Einer von vielen: DJ Makossa erleichtert im Wiener Planetarium den Jahreswechsel.

Foto: Standard/Heribert Corn
Auf die Zeit der Besinnung folgt jene der Besinnungslosigkeit. Ersten Anlass, die Sitten fahren zu lassen, bietet da wie immer Silvester mit seinen liebgewonnen Ritualen der Selbstbeschädigung. In diesem Sinne sind die folgenden Zeilen als Aufforderung zu erhöhter Fahrlässigkeit zu lesen. Alsdann, beginnen wir mit Crazy Hospital - The Nightmare Continues. Wer diese Weltsicht teilt und für das Jahr 2008 ein paar schlechte Vorsätze fassen möchte, ist zum Jahreswechsel - und auch sonst - im Wiener Café Carina bestens aufgehoben. Unter nämlichem Motto mit nämlicher DJ-Line begeht man dort Silvester. Also Prost statt Prosit! Unweit dieses Gürteletablissements begehen die Euro-Ranch- und Club-Beton-Verantwortlichen DasFroheRhizSilvOsterFest. Man merkt schon: auch hier eher Prost als Prosit. Schräg gegenüber, im Mezzanin, läuft eine Sillyvesterparty. Hoffentlich sorgt der für diesen silly Namen Verantwortliche nicht auch für das Programm! Zweimal Umfallen weiter, im Chelsea, lädt DJ Elk zum Wechsel der Jahre. Richtung AKH, das wir an diesem Abend niemandem wünschen von innen zu sehen, liegt das B 72, in dem ein Going Underground Special lockt - unter anderem mit DJ Alfi. Im WUK gibt's ebenfalls einen Silvester Bash, dort treffen Balkan auf Electro. Am Donaukanal bietet das Flex ein Aufeinandertreffen von Drop Shop und Beat It! Ab vier Uhr morgens findet dann im großen Saal das "Neujahrskonzert" statt. Im neueröffneten Flex Café gibt's als Kontrastprogramm dazu London Calling. Für Trockenschwimmer und Leichtmatrosinnen bietet das Badeschiff kanalabwärts Programm: Auf drei "Floors" - die wohl "Decks" sein dürften - bietet das schwimmende Schwimmbad Musikprogramm. Auf zwei Geschoßen feiert das Fluc. Oben u. a. mit den DJs Obkircher und L'Heritier, unten, in der Wanne, lädt H.A.P.P.Y. zum traditionell lustigsten Silvester auf House-Basis. An den "Decks" auf diesem "Floor": Plöckinger, Fritz da Groove, Nils, Jeremiah sowie Houseboy. Gleich neben dem Fluc gibt's auch eine Silvesterparty im Planetarium, in dem u. a. Uwe Walkner und Makossa & Megablast für die Wumme sorgen. Im Wirr gilt: Destroy goes In2Deep mit u. a. Simonlebon, Slack Hippy, im nahen Espresso schunkelt die Treasure Isle dem neuen Jahr entgegen. Im Sass Musikclub schlurft und schmuuft Rodney Hunter hin-über, empfohlen sei auch das Elektro Gönner mit seinem Silvester Special. Auch anderswo ist Silvester: In der Grazer Postgarage erleichtern HipHop, Drum and Bass und Breakbeats den Jahreswechsel, im Innsbrucker Weekender sorgen die dortigen Weekender Allstars sowie The Bishops fürs gute Rutschen. Im Wilden Westen, im Dornbirner Conrad Sohm, erleichtert u. a. DJ Funkaholic den Übergang. Die Linzer Kapu ruht zum Jahreswechsel, wobei aber der eine oder die andere im Café Strom am Strome zu den für dort angekündigten "schmackhaften Beats" das Jahr wechselt. In diesem Sinne: Wohl sein! (flu)