Bild nicht mehr verfügbar.

Das Siegerfoto in Lienz (v.l.n.r.): Nicole Hosp (AUT/2. Platz), Chiara Costazza (ITA/1. Platz) und Tanja Poutiainen (FIN/3.Platz).

Foto:APA/Techt
Lienz/Osttirol - Die Weltcuprennen in Lienz sind fest in italienischer Hand gewesen, nach dem Triumph von Denise Karbon am Freitag im Riesentorlauf setzte sich am Samstag als Debütsiegerin Chiara Costazza im Slalom durch und beendete die ein Jahr dauernde Erfolgsserie der ÖSV-Damen in dieser Disziplin. Gewinnerin war allerdings auch die Bichlbacherin Nicole Hosp, die mit einem Rückstand von 0,68 Sekunden vor der Finnin Tanja Poutiainen (+0,86) Zweite wurde und die US-Amerikanerin Lindsey Vonn als Führende im Gesamtweltcup ablöste.

Nur drei ÖSV-Läuferinnen im Finale

Nur drei Österreicherinnen waren im zweiten Durchgang mit dabei, die zweifache Saisonsiegerin und Vizeweltmeisterin Marlies Schild war im ersten Lauf ausgeschieden, ebenso wie u.a. Kathrin Zettel. Hosp lag als Dritte in Lauerposition, vor ihr waren die Französin Sandrine Aubert (wurde Sechste) und Costazza, die bisher erst einmal auf dem Podest eines Weltcuprennens stand (Dritte auf der Reiteralm 2007). Hosp griff im Finale an, doch Costazza war nicht zu schlagen.

"Die letzten zwei Heimrennen waren nicht so fein, es wollte einfach nicht sein, dafür bin ich mit dem zweiten Platz heute umso glücklicher. Ich hatte wieder einen ziemlichen Schnitzer gehabt, dann habe ich angegast", sagte Hosp nach einem "Traumrennen auf einer super Piste." "Die Niki ist hier immer gut drauf, mit dem Stockerlplatz zum Saisonabschluss sind wir natürlich zufrieden", sagte ÖSV-Alpinchef Hans Pum, der auch die Leistungen der zwei anderen klassierten Österreicherinnen, Michaela Kirchgasser (7.) und Kathrin Triendl (9.), lobte.

Kirchgasser und Triendl zufrieden

"Ich habe das erste Mal seit 2004 das letzte Rennen des Jahres wieder beendet, damit bin ich natürlich zufrieden, auch weil das Selbstvertrauen zuletzt nicht so da war", sagte Kirchgasser. Eine starke Leistung bot die mit Startnummer 39 gefahrene 20-jährige Kathrin Triendl, sie hatte vor zwei Jahren in Lienz ihr Debüt im Weltcup gegeben. "Ich war schon nervös vor dem zweiten Durchgang, es waren ja so viele Leute im Zeilraum, bei meinem ersten Lauf war ja schon viel leer. Aber es war total lässig zu fahren", freute sich die Tirolerin über ihr bisher bestes Karriereergebnis.

Die zweifache Saisonsiegerin Schild war nach dem Ausfall, dem dritten im Slalom en suite (inklusive Super-Kombi-Slalom in St. Anton), verzweifelt. "Ich war eigentlich recht gut unterwegs, doch dann hat es mich ausgedreht, da war ein bisserl der Wurm drin. Das Problem ist, dass ich immer top fahren und schnell sein will", sagte die Salzburgerin, die superschnell unterwegs war und bei der ersten Zwischenzeit sechs Zehntel voran lag.

Nicht ohne Hirn

Mit einem Doppel-Ausfall in Lienz reiste Kathrin Zettel nach Hause, die Niederösterreicherin sparte nicht mit Selbstkritik. "Es wäre ganz gut, hin und wieder das Hirn einzuschalten, ganz ohne geht es halt nicht. Es kann ja nur noch besser werden." Ganz unzufrieden ist sie mit dem bisherigen Saisonverlauf aber nicht. "Ich habe zwei dritte Plätze. Ich darf halt nicht ungeduldig werden. Ich spüre das Knie immer wieder, vor allem, wenn ich auf sehr hartem Untergrund trainiere."

Von neun Österreicherinnen waren neben Schild und Zettel im ersten Lauf auch Andrea Fischbacher, Anna Fenninger und Simone Streng ausgeschieden, Elisabeth Görgl, die Vierte im Riesentorlauf am Freitag, hatte sich als 40. nicht für das Finale qualifiziert. (APA)