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Letzte Vorbereitungen im Ralph Wilson Stadium für das zuschauermäßig größte NHL-Spektakel aller Zeiten.

Foto:AP/Duprey
Buffalo/Wien - So wie für die österreichischen Skispringer beginnt auch für Thomas Vanek das Jahr 2008 gleich mit einem Saisonhöhepunkt. Österreichs Sportler des Jahres trifft am Neujahrstag um 19:00 Uhr MEZ mit seinem Club Buffalo Sabres im zweiten Freiluft-Spiel der NHL-Geschichte auf die Pittsburgh Penguins. Beim "Winter Classic" im Ralph-Wilson-Stadium von Buffalo, wo normalerweise der Football-Club Buffalo Bills seine Heimspiele austrägt, werden 73.000 Zuschauer für einen neuen NHL-Besucherrekord sorgen.

Rekordkulissen

Den Rekord im Eishockey verfehlt das Winter-Classic knapp. Am 6. Oktober 2001 bestritten die College-Erzrivalen Michigan State und Michigan ebenfalls in einem Football-Stadion ein Freiluft-Spiel vor 77.554 Zuschauern. Mit dabei damals der nunmehrige Sabres-Torhüter Ryan Miller. Bis 2001 war ein WM-Finale die Partie mit den meisten Zuschauern. Am 5. März 1957 spielten im Lenin-Stadion von Moskau die Sowjetunion und Schweden vor rund 55.000 Zuschauern um Gold.

Im bisher bestbesuchten NHL-Spiel standen einander am 22. November 2003 im ersten Spiel unter freiem Himmel in Edmonton die heimischen Oilers und die Montreal Canadiens vor 57.167 Zuschauern gegenüber. Torhüter Jose Theodore spielte damals bei einer durch einen eisigen Wind gefühlten Temperatur von minus 20 Grad mit einer Skihaube über seinem Helm.

Seitenwechsel im Schlussdrittel

In Buffalo wird eine Temperatur knapp unter Null erwartet. Da die äußeren Bedingungen wie Schneefall oder Wind mehr Einfluss auf das Spiel haben können wie unter einem Hallendach, werden im Schlussdrittel nach zehn Minuten die Seiten gewechselt, um eventuelle Nachteile durch Gegenwind auszugleichen. Die Dauer der Unterbrechungen während des Spiels werden entsprechend der Bedingungen ebenfalls variabel sein. NBC überträgt in Nordamerika live und setzt, einmalig im Eishockey, auch eine Hubschrauber-Kamera ein.

Die Nachfrage nach Tickets war jedenfalls enorm, in der öffentlichen Verkaufsrunde waren im September 42.000 Tickets nach 30 Minuten verkauft. Die restlichen rund 30.000 Karten sind an die Saisonkartenbesitzer der Sabres und Penguins gegangen. "Ich habe geglaubt, meine Tage mit Freiluft-Eishockey wären vorbei. Wir werden sicher Spaß haben", meinte Pittsburgh Superstar Sidney Crosby.

Sabres-Stürmer in der Pflicht

Für die Sabres heißt es aber nicht nur der Temperatur wegen warm anziehen. Nach drei Niederlagen innerhalb von vier Tagen zwischen Weihnachten und Silvester wollen Vanek und Co. mit einem Erfolg ihren Platz in den Play-off-Rängen wahren. "Unser Torhüter hat in zwei Spielen nur zwei Tore zugelassen, aber wir haben nur einen Punkt geholt. Es ist meine Aufgabe und die der anderen Stürmer, einige Tore zu machen", nahm sich Vanek in die Pflicht. (APA)