Des Moines - Trost für Hillary Clinton: Das Ergebnis der Vorwahlen in Iowa hatte in der Vergangenheit wenig damit zu tun, wer später tatsächlich ins Weiße Haus gewählt wurde. Hillary Clintons Mann Bill etwa erhielt bei den Wahlversammlungen in Iowa 1992 miserable drei Prozent - und wurde einige Monate später doch zum Präsidenten gekürt. Die legendäre Stellung Iowas als politisches Orakel der Nation geht auf das Jahr 1976 zurück: Damals erzielte der bis dahin völlig unbekannte Jimmy Carter einen Überraschungssieg. Carter schaffte dann den Durchmarsch von Iowa bis zum Wahlsieg in Washington.Auch im letzten Wahljahr 2004 kam Iowa großes Gewicht zu: Senator John Kerry trug hier den Sieg bei den Demokraten davon. So groß war die Signalwirkung, dass Kerry auch in den nachfolgenden Bundesstaaten gewann und schließlich Spitzenkandidat der Partei wurde. Die Präsidentschaftswahl verlor er dann aber. Andere Iowa-Sieger wurden hingegen nicht einmal Spitzenkandidat - so etwa Richard Gephard (1988) und Tom Harkin (1992). Aufseiten der Republikaner sieht es nicht anders aus: Nur einer ihrer Iowa-Sieger in den letzten 30 Jahren schaffte den Sprung ins Weiße Haus: George W. Bush.(APA/AFP)