Die neue Regelung zur Pflege zu Hause wird von den Pflegerinnen meist positiv bewertet, berichtet Ö1 in seinem Morgenjournal. Beim Verein Pflegende Hände heißt es laut Ö1, dass die Pflegerinnen im Großen und Ganzen für das neue Modell sind. Nach und nach werden auch hier die Pflegerinnen angemeldet. Ein kleiner Teil der Familien sei allerdings abgesprungen, weil die illegale Pflege aus Kostengründen bevorzugt werde, sagt Andreas Ettenauer. Fünf bis zehn Vereinsaustritte habe es bereits gegeben.

Die Anmeldungen der Pflegerinnen könnten laut Harald Drescher vom Verein St. Elisabeth noch drei bis vier Wochen dauern. Für die Anmeldung werde ein Leumundszeugnis benötigt, dessen Beschaffung seine Zeit dauert, so Drescher.

Positives Echo

Angemeldet werden die Pflegerinnen auch bei der Organisation Seniorenkrankenpflege, bei der Agentur Senior Service heißt es laut Ö1, viele Familien wollen im Jänner erst einmal abwarten. Generell lautet der Tenor: Viele Pflegerinnen sehen die neue Regelung positiv und seien froh, dass sich jetzt eine Möglichkeit zur Versicherung bietet. Jene, die in ihrem Heimatland arbeitslos gemeldet sind, wollen allerdings weiter lieber illegal arbeiten, so Drescher, dessen Agentur rund 1.000 slowakische und tschechische Pflegerinnen nach Österreich vermittelt. (red)