Die Veranstalter der IT- und Telekom-Fachmesse ITnT rechnen für die von 5. bis 7. Februar in Wien stattfindende Veranstaltung nur mehr mit leicht steigenden Aussteller- und Besucherzahlen. "Nach einem steten Wachstum in den vergangenen Jahren erwarten wir heuer 390 bis 400 Aussteller und ein kleines Plus bei den Besuchern", erklärte Matthias Limbeck, verantwortlicher Geschäftsführer beim Organisator Reed Exhibitions am Freitag.

"Heuer leider Gottes wieder nicht an Bord"

Im Vorjahr lockten 389 Aussteller – plus 30 Prozent im Vergleich zu 2006 – knapp 16.900 Fachbesucher (plus acht Prozent) ins Messezentrum Wien. "Heuer leider Gottes wieder nicht an Bord" sind Branchengrößen wie Hewlett Packard, IBM, Mobilkom Austria oder Oracle. "Das sind firmenpolitische Entscheidungen, die sich aber nicht gegen das Marketinginstrument Messe richten", gab sich Limbeck überzeugt. Im Vorjahr hatte es noch geheißen, dass "der Erfolg der ITnT 2007 internationale Player, die bisher gezögert haben auszustellen, dazu ermutigen wird, 2008 dabei zu sein".

Dämpfer

Einen Dämpfer hat es auch für die Ambitionen von Reed Exhibitions gegeben, das Messekonzept in die östlichen Nachbarländer zu exportieren. Die im Vorjahr angekündigte "ITnT Prague", die von 23. bis 24. April 2008 rund 80 Aussteller und 800 Entscheidungsträger anlocken sollte, wackelt wieder. "Trotz positiver Marktanalysen fehlt das Commitment der Key Account Manager. Wenn es heuer nichts mehr wird, starten wir vielleicht im Jahr 2009", sagte Limbeck. Bis spätestens Februar werde es jedenfalls eine Vorentscheidung geben.

Schwerpunkte

Neben der Schwerpunktsetzung auf die Produktgruppen "Software & Services", "Infrastructure & Solutions" sowie "Telecommunications & Solutions" ist bei der ITnT in Wien auch heuer wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm sowie eine Sonderausstellung "E-Gov.City" geplant. Außerdem gibt es laut den Angaben einen eigenen IT-Pavillon des Landes Niederösterreich, wo kurz nach der Messe im April Landtagswahlen stattfinden.

Flächenmäßig wird die Messe laut Veranstalter heuer um zehn bis 15 Prozent wachsen. Größter Aussteller ist erneut Microsoft. (APA)