New York - Krebspatienten sollten während der Therapie auch andere Beschwerden behandeln lassen. Wenn sie nach der Krebsdiagnose regelmäßig einen Internisten oder Allgemeinmediziner konsultieren, verbessert dies ihre Prognose, ergab eine US-Studie.

Darin werteten Mediziner der Universität von Indiana in Indianapolis die Daten von 322 Männern mit Lungenkrebs aus. Jene Patienten, die in den sechs Monaten nach der Tumordiagnose mindestens dreimal den Hausarzt aufsuchten, lebten im Schnitt viermal länger als Männer, die abgesehen vom Krebsspezialisten keinen anderen Mediziner besuchten.

Die Mediziner erklären dies im "Journal of Clinical Oncology" damit, dass mehr als 80 Prozent der Lungenkrebspatienten neben dem Tumor noch mindestens ein schweres Gesundheitsproblem haben, etwa Bluthochdruck, ein Emphysem oder andere Erkrankungen der Atemwege. Solche chronischen Beschwerden dürfe man nicht außer Acht lassen. Deren Behandlung könne nicht nur die Lebensdauer deutlich erhöhen, sondern auch die Lebensqualität. (APA/AP)