Klagenfurt - Das Projekt des von Verbund und Stadt Klagenfurt geplanten Gas-Dampf-Kraftwerks im Osten der Landeshauptstadt verzögert sich weiter. Am Montag gab Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) vor Journalisten bekannt, dass die Stadt die Grundstückswidmung für das Kraftwerks-Areal zurückgezogen hat. Die Verfassungsabteilung des Landes hatte die vom Gemeinderat beschlossene Widmung als nicht korrekt durchgeführt bezeichnet.

Um das Kraftwerk, das 400 Megawatt Strom und 200 Megawatt Wärme liefern soll, gibt es seit Monaten politische Streitereien. Die Anrainergemeinde Ebenthal bekämpft das Projekt mit allen Mitteln, die Grünen sind kategorisch gegen das "Monsterprojekt", zuletzt hatte sich auch das BZÖ kritisch geäußert. 250 Mio. Euro will die Energiegesellschaft Klagenfurt - sie gehört zu je 50 Prozent den Klagenfurter Stadtwerken und der Verbundgesellschaft - in das Kraftwerk investieren.

Die vom Gemeinderat beschlossene Umwidmung hätte vom Land als Aufsichtsbehörde bestätigt werden müssen. Eine Ablehnung hätte laut Scheucher eine jahrelange Verzögerung mit sich gebracht. Unter anderem hätte ein Nein des Landes eine positive Beurteilung der Umweltverträglichkeit unmöglich gemacht. Daher hat man sich dazu entschlossen, die Widmung zurückzuziehen, sie soll jetzt "optimiert" werden. Bei der Stadt rechnet man damit, dass man durch diesen Schritt maximal einige Monate verlieren werde. (APA)