Bild nicht mehr verfügbar.

Das bisher einzige Bild von Olinka und ihren Zwillingen. Jetzt ist absolute Ruhe das Wichtigste.

Foto: APA/ TIERGARTEN SCHEONBRUNN / MICHAELA HOFMANN
Wien – "Sowohl den Eisbären-Babys als auch Fu Long geht es Gott sei Dank sehr gut – und da ist viel Glück dabei", betont Harald Schwammer, stellvertretender Direktor vom Tiergarten Schönbrunn. Denn die Wiener Eisbärenzwillinge sind in etwa so alt wie jene im Nürnberger Zoo – diese sind allerdings am Montag offenbar von ihrer Mutter Vilma getötet worden.

Was wieder einmal drastisch beweist, dass Eisbären eben keine Knuddel-Knuts sind, wie sie gern dargestellt werden – sondern Raubtiere. Auch in freier Wildbahn kann es vorkommen: Wenn der Nachwuchs offenbar krank ist oder sich abnorm verhält – werden Babys von den Müttern kurzerhand gefressen.

"Bei Eisbären ist der erste Wurf immer schwierig", weiß Schwammer, "und in Nürnberg hatten sie offenbar sehr viel Pech." Forderungen einiger Tierschützer, dass man öfter Nachschau hätte halten sollen, kann er jedenfalls nicht nachvollziehen: "In Wien sind wir da selbst sehr vorsichtig – denn auch das wäre ein großes Gefahrenpotenzial, wenn das Muttertier zu sehr gestört wird."

Schon so groß wie Kaninchen

Die Wienerin Olinka ist jedenfalls schon eine erfahrene Eisbärenmutter; die Zwillinge sind ihr dritter Wurf. Dementsprechend entspannt ist sie auch – "doch selbst wenn die gewohnte Pflegerin zu lange reinlugt, dreht sich Olinka so um, dass man von den Kleinen nichts mehr sieht". Jedenfalls haben sich die Wiener Babys schon von der Meerschweinchen- zur Kaninchengröße raufgesoffen – und krabbeln in einem Radius von etwa 20 Zentimetern.

Im Gegensatz zum Panda-Baby Fu Long: Der Sechs-Kilo-Watzel ist schon recht neugierig und recht witzig unterwegs und krabbelt bereits von der Wurfbox in den Vorraum. Nur in das große Innengehege – wo ihn auch das neugierige Publikum sehen könnte – hat er immer noch nicht seine Schnauze gesteckt. (Roman David-Freihsl/ DER STANDARD, Printausgabe, 9. Jänner 2008)