Wien - Die Nationalstiftung für Forschung kann 2008 nur 80,4 Millionen Euro ausschütten. Das ist um 20 Prozent weniger als noch im Vorjahr, als 100,5 Mio. Euro aus der Stiftung in die österreichische Wissenschaft flossen, erklärte man auf Anfrage der APA in der Geschäftsstelle der Stiftung. Gegenüber den ersten drei Jahren Forschungsstiftung - zwischen 2004 und 2006 wurden jährlich rund 125 Mio. Euro zur Verfügung gestellt - sind die Mittel aus der Stiftung damit um ein Drittel gesunken.

Die Forschungsstiftung war 2003 von der damaligen Regierung als Teil eines Wachstums- und Standortpakets gegründet worden, um insbesondere "langfristig verwertbare interdisziplinäre Forschungsmaßnahmen" zu fördern. Dafür sollten nach dem Willen der Regierung jährlich 125 Mio. Euro ausgeschüttet werden, wobei 75 Mio. Euro von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und 50 Mio. Euro aus dem ERP-Fonds kommen sollten.

Verteilung noch nicht bekannt gegeben

Diese Summen wurden in den ersten Jahren auch tatsächlich erreicht, doch seit 2007 hat die Zinsentwicklung diesen Vorgaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sowohl von OeNB als auch vom ERP-Fonds kam deutlich weniger Ertrag, was sich mit sinkenden Zuwendungen zur Forschung bemerkbar machte.

Die Mittel der Stiftung kamen bzw. kommen 2007 und 2008 der Forschungsforderungsgesellschaft FFG (den Basisprogrammen und der Headquarter-Strategie), dem Wissenschaftsfonds FWF (Schwerpunktprogramme, Lise-Meitner-Stipendien), der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Christian Doppler-Gesellschaft (CDG) und der Ludwig Boltzmann-Gesellschaft (LBG) zu Gute. Wie viel die einzelnen Institutionen von der Gesamtsumme erhalten, wollte man in der Geschäftsstelle nicht sagen, die Verteilung folge der Empfehlung des Rats für Forschung und Technologieentwicklung. (APA)