Was gut und was böse ist und wer darüber entscheidet, das ist eine der Hauptfragen, mit der sich die deutsche Autorin Juli Zeh beschäftigt. In dem Roman "Spieltrieb" (2004) etwa wird ein Lehrer Opfer einer ausgeklügelten Erpressung durch zwei Schüler, die sich über alle moralischen Maßstäbe hinwegsetzen.

Am Donnerstag stellt die studierte Juristin ihren neuen Roman "Schilf (Schöffling)" vor. Darin gibt es einen Mord und einen Kommissar, aber auch so viel Philosophie und Physik, dass das Buch nicht als reiner Krimi durchgeht. Vielleicht gelingt bei der Lesung die Aufklärung, worum es sich handelt.

Begleitet wird Juli Zeh von der heimischen Singer-Songwriterin Marilies Jagsch, die das Album "Obituary On A Lost Mind" präsentiert. (fast / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.1.2008)