Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: Reuters/Wiegmann
Wien - Für die Grünen ist die Rekordzahl an geringfügig Beschäftigten "besorgniserregend" und eine "große Belastung für die Arbeitnehmer". Es sei offensichtlich, dass immer weniger Menschen vom Einkommen aus einem einzigen Beschäftigungsverhältnis leben können, kritisiert die Grüne Arbeitnehmersprecherin Birgit Schatz.

Menschen mit zwei bis drei Beschäftigungen bei unterschiedlichen Arbeitgebern seien heute keine Seltenheit mehr. "Am Vormittag Sozialarbeiterin, am Nachmittag Verkäuferin und am Abend im Gastgewerbe - so schaut der Arbeitstag dann aus. Das kann nicht die Zukunft sein," bemängelte Schatz diese Entwicklung und forderte "ordentliche Mindestlöhne". Die von den Sozialpartnern angestrebten 840 Euro netto seien dafür aber sicher zu wenig.

Besonders von den Arbeitgebern fordert Schatz mehr Fairness ein. Es seien bei geringefügig Beschäftigten deutliche mehr Verstöße gegen das Arbeitsrecht zu beobachten als bei Vollzeitbeschäftigten. Häufig würden Abfertigungszahlungen nicht geleistet, Kündigungsfristen nicht eingehalten und Überstunden nicht bezahlt. (APA)