Unlängst war wieder im Zusammenhang mit dem von vielen als lähmend empfundenen Zwang zu großen Koalitionen der Stoßseufzer eines bürgerlichen Kommentators zu lesen: Wenn sich die FPÖ doch nur ein bisserl den ideologischen Hals waschen würde, dann käme sie ja vielleicht für eine Mehrheitsbildung in Frage.

Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Im Grazer Wahlkampf sagte die FPÖ-Spitzenkandidatin Susanne Winter zu einem in der Integration engagierten Österreicher nigerianischer Herkunft, den man beschimpft und aus einem Lokal geworfen hatte: "Da ist etwas in Ihren Genen, das Sie noch nicht verarbeiten konnten. Sie haben zu wenig Selbstbewusstsein und zu viel Hoheitsdenken der anderen Hautfarbe gegenüber."

Das ist einfühlsam gedacht. Frau Winter, die - nach Fotos zu schließen - über eine Grazer Normhautfarbe verfügt, erklärt im weiteren Verlauf des Gesprächs im Falter, dass die wenig selbstbewusste "Tradition" der "Neger" gegenüber Weißen (yes, Bwana!) durch "Transformation" in deren Gene gelangt ist. Das wisse doch jeder. Also wieder nix mit den Hoffnungen auf eine Zivilisierung der FPÖ. Die haben das nämlich in den Genen. (Von Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe 11.1.2008)