Wien - Nach dem Rekord des Vorjahres von insgesamt 76 Bankrauben geht es auch im neuen Jahr nach ein paar Tagen Ruhepause weiter: Zwei Geldinstitute in Wien-Leopoldstadt und in Wien-Simmering sind am Donnerstagabend von jeweils einem bewaffneten Täter überfallen worden. In beiden Fällen konnte der Räuber flüchten. Alarmfahndungen wurden eingeleitet, teilte die Polizei mit. Verletzte gab es keine.

Gegen 17.06 Uhr betrat ein mit einer Sturmhaube maskierter Mann die Erste Bank in der Lassallestraße 34 im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Er bedrohte einen Angestellten mit einer schwarzen Faustfeuerwaffe und forderte laut einer Zeugin im Wiener Dialekt "große Scheine", so eine Sprecherin der Polizei.

Der Mitarbeiter musste Bargeld in ein vom Täter mitgebrachtes Plastiksackerl geben. Danach flüchtete der Unbekannte in Richtung Praterstern. Die anwesenden zwei Kunden und sieben Angestellte blieben unverletzt. Der Räuber war rund 1,80 Meter groß und von normaler Statur.

Der zweite Raub ereignete sich in der BAWAG am Leberweg 8 in Wien- Simmering. Im Vorjahr war zuletzt am 28. Dezember 2007 die Gärtner- Bank auf der Simmeringer Hauptstraße Opfer eines Raubes geworden. Als mutmaßliche Täter waren ein 35-jähriger Serbe, seine Frau und sein Schwager ausgeforscht worden. (APA)