Accra - Rennomierte Trainer sind in Afrika zweieinhalb Jahre vor der WM-Endrunde in Südafrika gefragt wie nie. Das verdeutlicht die 26. Auflage des Afrika-Cups, die am Sonntag in Ghana beginnt. Mit dem Brasilianer Carlos Alberto Parreira in Diensten Südafrikas ist erstmals ein ehemaliger Weltmeister-Trainer bei der Kontinental-Meisterschaft dabei.

Parreira, der mit seiner Heimat 1994 in den USA den Titel gewann, soll bis 2010 eine schlagkräftige Nationalmannschaft aufbauen und so zum Gelingen des WM-Turniers im eigenen Land beitragen. Der Teamchef könnte einen persönlichen Meilenstein erreichen, wenn es ihm gelingt, am 10. Februar in Accra mit seiner jungen Truppe auf das Podest zu steigen. Der 64-Jährige hat 2004 mit Brasilien bereits die Copa America gewonnen.

Roger Lemerre, erfahrender Trainerfuchs der Tunesier, führte schon Teams auf zwei Kontinenten zum Erfolg. Er gewann mit seiner Heimat die EM 2000 und begleitete vier Jahre später Tunesien zum Afrika-Cup-Titel. Berti Vogts, der sich mit seiner Heimat 1996 in England den EM-Titel sicherte, ist einer von drei deutschen Trainern, die in Ghana dabei sind. Nur Frankreich mit sechs Teamchefs ist stärker vertreten. (APA/red)

Teamchefs der 16 Teilnehmer:

  • Angola: Luis Oliveira Goncalves
  • Benin: Reinhard Fabisch (Deutschland)
  • Kamerun: Otto Pfister (Deutschland)
  • Elfenbeinküste: Gerard Gili (Frankreich)
  • Ägypten: Hassan Shehata (Sieger mit Ägypten 2006)
  • Ghana: Claude Le Roy (Frankreich/Sieger mit Kamerun 1988)
  • Guinea: Robert Nouzaret (Frankreich)
  • Mali: Jean-Francois Jodar (Frankreich)
  • Marokko: Henri Michel (Frankreich)
  • Namibia: Ari Schans (Niderlande)
  • Nigeria: Berti Vogts (Deutschland)
  • Senegal: Henryk Kasperczak (Polen)
  • Südafrika: Carlos Alberto Parreira (Brasilien)
  • Sudan: Mohamed Abdallah
  • Tunesien: Roger Lemerre (Frankreich/Sieger mit Tunesien 2004)
  • Sambia: Patrick Phiri