Los Angeles - Nach den Golden Globes fallen vermutlich auch die diesjährigen Grammy-Awards dem Streik der Hollywood-Autoren zum Opfer. Die Organisatoren der Veranstaltung am 10. Februar hätten noch nicht um eine Ausnahme im Arbeitskampf der Drehbuchschreiber gebeten, erklärte die Autorengilde (WGA) am Dienstag.

Ein solcher Antrag hätte wahrscheinlich auch keinen Erfolg, sagte Sprecher Gregg Mitchell. Noch habe die WGA allerdings nicht darüber entschieden, ob sie bei der geplanten Gala Streikposten aufstellen will.

Mehrere große US-Studios haben die laufende TV-Saison unterdessen offenbar aufgegeben und vielen ihrer Autoren gekündigt. Die Zeitung "Los Angeles Times" berichtete am Dienstag, damit seien möglicherweise auch neue Shows in der kommenden Saison gefährdet.

Im Januar beginnt für die TV-Sender gewöhnlich die Planung der neuen Shows und Serien. Wegen des Streiks haben die Sender jedoch keine Skripte vorliegen, aus denen sie auswählen könnte. Die Studios zahlen einem Autor gewöhnlich zwischen 500.000 und zwei Millionen Dollar, damit er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern ein Konzept für eine neue Show entwickelt.

20th Century Fox Television, CBS Paramount Network Television, NBC Universal und Warner Television sagten nun der Zeitung, sie hätten seit Freitag mehr als 65 Verträge mit Autoren aufgelöst.(APA/AP)