Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 83,06 Punkte oder 2,20 Prozent auf 3.685,22 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 88 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.773 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17:30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,88 Prozent, DAX/Frankfurt -4,56 Prozent, FTSE/London -1,59 Prozent und CAC-40/Paris -4,24 Prozent. Die Wiener Börse hat am Mittwoch einen belebten Handelstag hinter sich gebracht. "Hochschaubahn ist kein passender Ausdruck mehr für die Kursschwankungen die wir hier sehen", kommentierte ein Händler das turbulente Marktgeschehen.

Nachdem der ATX in der Früh noch um mehr als 2,0 Prozent höher eröffnet hatte, rutschte der heimische Leitindex im Abwärtssog der internationalen Märkte im Tagesverlauf zwischenzeitlich um mehr als 3,0 Prozent ab. Im Tagesgeschäft zeigten sich zunächst jene Titel deutlich stärker, die zuletzt besonders unter den Kursstürzen gelitten hatten. Vor allem die schwergewichteten Aktien konnten dem Index noch im Mittagshandel starke Unterstützung bieten. Sie gaben ihre Tagesgewinne im Verlauf jedoch wieder vollständig ab.

Schwache US-Futures, Gerüchte

Im Vorfeld der US-Börseneröffnung rutschte der ATX überraschend in die Verlustzone. Händler verwiesen auf schwache US-Futures zur Erklärung. Zudem hätten Gerüchte über Abschreibungen in Milliardenhöhe bei der französischen Bank Societe Generale Unsicherheit über die Märkte gebracht. Unter den Einzelwerte gab es herbe Verluste bei den Banken. So büßten Raiffeisen International 4,74 Prozent auf 77,01 Euro (800.383 Stück) ein.

Erste Bank gaben 4,39 Prozent auf 37,70 Euro (3.603.642 Stück) nach. Positive Analystenmeldungen der Investmentbanken UBS und Woods traten vor den internationalen Kurseinbrüchen in den Hintergrund. OMV-Aktien brachen 4,18 Prozent auf 43,60 Euro (1.146.370 Stück) ein. Die Aktien der voestalpine gaben den Großteil ihrer Tagesgewinne ab und schlossen um 0,48 Prozent fester bei 42,00 Euro (1.524.740 Stück).

Strabag im Plus

Gegen den Negativtrend stemmten sich Strabag mit einem Plus von 4,96 Prozent auf 37,69 Euro (568.269 Stück). Ein Konsortium rund um den Baukonzern hat den Zuschlag zum Bau einer Schnellstraße in Polen im Wert von 490 Mio. Euro erhalten. A-Tec setzten dagegen ihren Kursrutsch fort und büßten 6,20 Prozent auf 46,90 Euro (167.977 Stück) ein.

Die zehn größten Kursgewinner
      1. STRABAG SE                        +4,96 Prozent
      2. WOLFORD AG                        +4,00 Prozent
      3. OBERBANK AG ST                    +2,44 Prozent
      4. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG          +2,34 Prozent
      5. HIRSCH SERVO AG                   +1,59 Prozent
      6. SW UMWELTTECHNIK AG               +1,13 Prozent
      7. TELEKOM AUSTRIA AG                +0,89 Prozent
      8. SKYEUROPE HOLDING AG              +0,61 Prozent
      9. VOESTALPINE AG                    +0,48 Prozent
     10. POLYTEC                           +0,46 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer
      1. PANKL RACING SYSTEMS AG          -10,66 Prozent
      2. KAPSCH TRAFFICCOM AG              -9,47 Prozent
      3. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG       -9,13 Prozent
      4. CA IMMO INTERNATIONAL AG          -7,60 Prozent
      5. A-TEC INDUSTRIES AG               -6,20 Prozent
      6. IMMOEAST AG                       -5,81 Prozent
      7. EVN AG                            -5,75 Prozent
      8. UNTERNEHMENS INVEST AG            -5,08 Prozent
      9. RAIFFEISEN  INT. BANK-HLDG AG     -4,74 Prozent
     10. HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG       -4,60 Prozent
(APA)