Gode - Die Behörden in Äthiopien haben zahlreiche Europäer und US-Bürger unter Terrorverdacht festgenommen. Den Ausländern werde vorgeworfen, in internationalen Terrorismus und einen separatistischen Aufstand in der Region Somali verwickelt zu sein, erklärte Regionalpräsident Abdullahi Hassan am Freitag. Die genaue Zahl der Festgenommenen und die Herkunftsländer der Europäer gab Hassan nicht bekannt. Es handele sich um "viele" Betroffene, sagte er. Ihre Botschaften seien nicht informiert worden.

Unter ihnen seien auch Frauen und junge Menschen, sagte Hassan weiter. Sie seien gebürtige Äthiopier aus Somali, die in die USO oder Europa emigrierten und die dortige Staatsbürgerschaft angenommen hätten. Gegen sie würden in Äthiopien Gerichtsverfahren eröffnet.

In der südöstlichen Region Somali kämpft die Nationale Befreiungsfront für den Ogaden (ONLF) für größere Autonomie. Die Rebellen werfen der Regierung Menschenrechtsverstöße gegen ethnische Somali vor, die als Muslime eine Minderheit im Land stellen. Den Behörden zufolge wird die ONLF vom Erzfeind Äthiopiens, Eritrea, unterstützt. (APA/AP)