Zwei Wochen, nachdem ein Münchener Pensionist von zwei Jugendlichen in einer U-Bahn-Station verprügelt wurde, nachdem er sie gebeten hatte, nicht zu rauchen, wandte sich einer der mutmaßlichen Täter nun an die Öffentlichkeit.

Der „Bild“-Zeitung vom Freitag ließ der 20 Jahre alte Türke mitteilen: „Es tut mir so schrecklich leid. Ich war erschrocken, welche Verletzungen der Mann erlitten hat. Ich möchte mich dafür entschuldigen.“ Er überlege jetzt, einen Brief an das Opfer zu schreiben.

Über seine Familie sagt der in U-Haft sitzende Mann: „Meine Mutter hat mir immer geholfen und hilft mir noch. Mein Vater hat mir noch nie geholfen und er hat meine Schwester und mich geschlagen.“ Ihm drohe eine Abschiebung in die Türkei, vor der er Angst habe: „Ich habe mein Leben bislang in Deutschland verbracht. Ich wüsste nicht, wie ich in der Türkei überhaupt neu starten und zurechtkommen könnte.“ (red, derStandard.at, 18.1.2008)