Nach der angekündigten Schließung des Bochumer Nokia -Werks hat es erste Kündigungen für in der Produktion beschäftigte Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen gegeben. Das bestätigte eine Sprecherin der Zeitarbeitsfirma Randstadt am Samstag in Eschborn bei Frankfurt nach einem Bericht der "Westfälischen Rundschau". Dabei handele es sich bisher jedoch um Einzelfälle von Mitarbeitern, deren Verträge nach Auslaufen der Probezeit nicht verlängert worden seien, hieß es.

"Wir versuchen alles, um die Mitarbeiter in anderen Unternehmen unterzubringen"

Für die große Mehrheit der bei Nokia beschäftigten rund 550 Mitarbeiter des Unternehmens werde derzeit nach einer Alternative gesucht. "Wir versuchen alles, um die Mitarbeiter in anderen Unternehmen unterzubringen", sagte die Sprecherin. Dabei werde auch geprüft, ob die Beschäftigten auch an anderen Orten als Bochum einsetzbar seien.

Zeitarbeitsfirma kündigt ebenfalls

Auch bei der Zeitarbeitsfirma Adecco , die nach eigenen Angaben rund 500 Mitarbeiter in dem Nokia-Werk beschäftigt, stehen in den kommenden Tagen erste Kündigungen bevor. Damit werde Anfang kommender Woche gerechnet, sagte eine Unternehmenssprecherin am Samstag in Fulda. Auch Adecco werde jedoch alles unternehmen, um möglichst viele der Betroffenen in anderen Unternehmen unterzubringen. (APA/dpa)