Wien - Vor genau einem Jahr - in der Nacht auf den 19. Jänner - fegte Orkansturm Kyrill mit verheerenden Zerstörungen über Österreich hinweg. Die Orkanböen erreichten damals laut den Aufzeichnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) um 4.00 Uhr früh am Salzburger Flughafen gar 139 km/h. Heute, Samstag, waren wieder Sturmböen angesagt - allerdings nur auf den Bergen.

"Öfter im Jahr"

"Derzeit erleben wir zum Glück einen ganz normalen Wintersturm, auf den die Natur eingestellt ist!", beruhigte Michael Butschek von der ZAMG in Salzburg. "Auf dem Feuerkogel sind es heute zwar Orkanböen bis 137 km/h, aber in den Niederungen erwarten wir maximal 80 km/h. Das ist zwar Sturmwind, aber von der vergleichsweise harmlosen Sorte. Das kommt öfter im Jahr vor!", fügte er hinzu.

Sturm gab es auch in Deutschland und Skandinavien. In den deutschen Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt erwarteten die Meteorologen auf den Bergen ebenfalls Orkanböen bis 135 km/h.

Enorme Waldschäden

Nach Kyrill vor einem Jahr waren in Österreich vor allem die Waldschäden waren enorm: 2,5 Millionen Kubikmeter an Bäumen knickte der Sturm wie Zündhölzer. Allein in Oberösterreich waren Soldaten des Bundesheeres drei Wochen damit beschäftigt, Straßen und Zufahrtswege freizulegen. (APA)