Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA
Seit fast zwölf Jahren hält sich der Standard für Gehäuseformate ATX an der Spitze und das trotz rasanter Weiterentwicklung des Hardware-Marktes in den vergangenen Jahren. Zuletzt versuchte Intel im Jahr 2003 den Markt mit dem BTX-Format gewissermaßen zu revolutionieren, doch scheiterte man trotz Unterstützung einiger namhafter Computerhersteller kläglich. Und nun ist AMD am Zug mit einer gänzlich neuen Strategie.

Unterschied

Im Wesentlichen unterscheidet sich DTX durch die deutlich kleinere Form. Erstmals ging AMD Anfang des letzten Jahres mit den eignen Plänen an die Öffentlichkeit, ohne damals echte Spezifikationen des Standards zu nennen. Nun aber steht die Zielgruppe fest. Etwa 20 bis 30 Prozent der Desktopwelt, vorrangig im Office-Bereich, soll durch DTX-Systeme ersetzt werden. Dabei verzichtet man auf all jene Dinge, die nicht unbedingt benötigt werden. Herkömmliche DTX-Mainboards werden daher keine Unterstützung für zwei Prozessoren oder die Technologien Crossfire und SLI bieten. Ein PCI-Express und ein gewöhnliche PCI-Port sollen ausreichen.

Kühle Strategie

354 x 325 x 96 (Länge x Breite x Höhe) Millimeter sollen die Gehäuse standardmäßig messen und somit ein durchschnittliches Volumen von 11 Litern fassen. Trotz der deutlich kleineren Form wird es aber keine Probleme bei der Kühlung geben, verspricht AMD. Da diese Systeme sowieso nicht für Spieler gedacht seien würde die normale Lautstärke eines Gerätes bei maximal 30 Dezibel liegen, ein angenehmer Geräuschpegel. Die Kühlung soll mit Kühlkörpern aus Aluminium und herkömmlichen Lüftern erfolgen, welche die Wärme über eine gelochte Seitentür abführen.

Sparsam

Einen langfristigen Erfolg verspricht sich der Hersteller durch Energie-effiziente, kleine Systeme die auch problemlos auf dem Schreibtisch platziert werden können. Damit möchte man für die Bürowelt das erreichen, was Mini-ITX für die Branche der Multimedia-Systeme darstellt.

Vorsichtiger Einstieg

Ausschlaggebend für einen Erfolg könnte auch die Kompatibilität der neuen Platinen sein. DTX-Motherboards lassen sich auf Grund des selben Lochschemas auch in ATX-Gehäuse einbauen. Gleichzeitig lassen sich auch Mini-ITX-Bretter in die neuen Gehäuse einbauen, wodurch Anwender nicht sofort zu einer kompletten Neuanschaffung gezwungen werden.

Noch Anfang 2008 möchte der kalifornische Konzern in den Markt starten um Mitte des Jahres ein erstes Fazit zu ziehen.(red)