Bild nicht mehr verfügbar.

Steve Jobs verkündet: "Vier Milliarden Songs über iTunes Music Store verkauft"

AP Photo/Jeff Chiu
Der US-Computer- und Unterhaltungskonzern Apple hat den Markt mit seinem Ausblick verschreckt. Mit Enttäuschung aufgenommene Verkaufszahlen für den digitalen Musikspieler iPod im abgelaufenen wichtigen Weihnachtsquartal schürten zudem die Sorge, das Geschäft werde von der kränkelnden amerikanischen Wirtschaft möglicherweise doch in Mitleidenschaft gezogen. Die Apple-Aktie brach nachbörslich zeitweise um zwölf Prozent ein, belastete in der Folge auch andere Techwerte wie Google und Microsoft und drückte die US-Aktienfutures nach unten.

Konservative Ausblicke

Apple - bekannt für seine konservativen Ausblicke - teilte am Dienstag nach New Yorker Börsenschluss mit, für das laufende zweite Quartal einen Gewinn je Aktie von 94 Cent bei Umsätzen von 6,8 Milliarden Dollar zu erwarten. Die Prognose lag deutlich unter der Schätzung von Analysten, die im Schnitt mit einem Gewinn von 1,08 Dollar je Aktie und einem Umsatz von sieben Milliarden Dollar gerechnet hatten.

Nervös

Die Investoren seien nervös, was die Kaufkraft der Konsumenten angehe, sagte Shannon Cross von Cross Research und verwies nicht zuletzt auf die Verkaufszahlen des bisherigen Kassenschlagers iPod im ersten Geschäftsquartal, das am 29. Dezember zu Ende gegangen war. Apple hatte insgesamt 22,1 Millionen Geräte an den Mann und an die Frau gebracht und sich damit sogar leicht gesteigert - von Reuters befragte Analysten waren aber von einem Absatz zwischen 22,4 und 25 Millionen Stück ausgegangen.

Gewinn und Umsatz überraschend deutlich gesteigert

Dass Apple im abgelaufenen Vierteljahr Gewinn und Umsatz überraschend deutlich steigerte, konnte die Stimmung nicht aufhellen. Den Netto-Gewinn gab der Konzern mit insgesamt 1,58 Milliarden Dollar an oder 1,76 Dollar pro Aktie. Vor Jahresfrist waren es noch 1,14 Dollar je Anteilsschein gewesen; am Markt war dieses Mal mit 1,61 Dollar gerechnet worden. Der Umsatz kletterte um 35 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar - rund 100 Millionen mehr als von Analysten durchschnittlich prognostiziert. (APA)