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So kann man den Ball ja nicht treffen.

Foto: APA/AP/Alangkara
Melbourne - Einen Tag nach ihrer jüngeren Schwester Serena ist auch Venus Williams bei den Australian Open im Viertelfinale ausgeschieden. Die Wimbledon-Siegerin aus den USA musste sich am Mittwoch der Serbin Ana Ivanovic mit 6:7 (3:7), 4:6 geschlagen geben. Die bei dem Grand-Slam-Turnier in Melbourne an Nummer vier gesetzte Ivanovic trifft im Kampf um den Einzug ins Endspiel auf die Slowakin Daniela Hantuchova , die sich gegen Agnieszka Radwanska aus Polen mit 6:2, 6:2 durchsetzte. Titelverteidigerin Serena Williams war am Tag zuvor nach einer Niederlage gegen Jelena Jankovic aus Serbien ausgeschieden.

"Wir hatten einige sehr lange Ballwechsel, aber Venus hat großartig gekämpft. Es war ein ausgeglichenes Spiel", meinte Ivanovic. Die 20-jährige Weltranglisten-Dritte profitierte allerdings auch von Oberschenkelproblemen, die ihre Kontrahentin sichtlich in ihrer Bewegung einschränkten.

Dennoch hatte Williams ihre Chancen - etwa beim Stand von 3:0 im zweiten Satz. Die US-Amerikanerin, die im Turnierverlauf bis dahin noch keinen einzigen Satz abgegeben hatte, suchte nicht nach Ausreden. Dabei hatte sie mit einer dicken Bandage am linken Oberschenkel antreten müssen. "Ich mag diesen Verband nicht, aber ich kann ihn nicht für meine Niederlage verantwortlich machen", erklärte die 27-Jährige. Im ersten Durchgang hatten beide Spielerinnen je dreimal ihren Aufschlag abgegeben.

Auch bei den Herren gab es einen serbischen Erfolg: Der Serbe Novak Djokovic hat sich zum ersten Mal für das Semifinale bei den Australian Open qualifiziert. Im Viertelfinale schlug er den als Nummer fünf gesetzten Spanier David Ferrer in drei Sätzen mit 6:0, 6:3, 7:5.

Der 20-jährige Weltranglisten-Dritte Djokovic hat nun nach Paris, Wimbledon und New York im Vorjahr das Halbfinale aller vier Grand-Slam-Turniere erreicht. In New York schaffte er den Finaleinzug, verlor allerdings das Endspiel gegen Federer. Beim Australian Open ist Djokovic als Nummer drei gesetzt.

Nun trifft er auf den topgesetzten Schweizer Roger Federer, der den US-Amerikaner James Blake (12) mit 7:5,7:6 und 6:4 bezwang. Federer musste nie sein Letztes geben, nach etwas mehr als zwei Stunden hatte er sein 15. Grand-Slam-Halbfinale in Serie erreicht. "Er ist gefährlich. Aber ich war sehr zufrieden, wie die großen Schläge im Tiebreak funktioniert haben und wie ich ihn schließlich besiegt habe", meinte der Schweizer, der auf seinen 13. Major-Titel losgeht, den vierten in Melbourne. Die durch Nadal gefährdete Position der Nummer eins der Weltrangliste hat er mit dem Halbfinaleinzug erfolgreich verteidigt, er wird das Ranking am Montag in der 209. Woche in Folge anführen.

Gegen Djokovic, der in fünf Partien noch keinen Satz abgegeben hat, sollte es für Federer ungleich schwieriger werden als gegen Österreichs kommenden Daviscup-Gegner Blake. "Es wird ein aufregendes Match und eine spannende Partie für die Fans auf der ganzen Welt. Es wird darauf ankommen, wer den besseren Tag erwischt", sagte Federer.

Der 26-jährige Basler führt in den Duellen mit dem um sechs Jahre jüngeren Wahl-Monegassen mit 5:1, den bisher letzten Vergleich im Finale der US Open 2007 gewann er 7:6,7:6,6:4. Davor war Djokovic in Toronto zu einem der fünf Spieler avanciert, die den Champion 2007 besiegten.(APA)