Wien – In Österreich gilt beim Kfz-Pickerl eine Toleranzfrist von vier Monaten – der Ungarische Staat, Slowenien, Kroatien oder andere südosteuropäische Staaten halten sich jedoch nicht daran, warnen der ARBÖ und das Verkehrsministerium.

Wie das ungarische Außenamt in einem Schreiben an das österreichische Verkehrsministerium bekräftigte, droht Autofahrern ohne gültige Begutachtungsplakette die Abnahme der Kennzeichentafel und der Zulassungsbescheinigung, da das ungarische Rechtssystem keine Toleranzfrist kennt. Der ARBÖ rät daher allen Autofahrern, nur mit einer gültigen Plakette nach §57a nach Ungarn zu fahren.

Auf Initiative des ARBÖ hatte das österreichische Verkehrsministerium schon vor zweieinhalb Jahren interveniert. Das Ergebnis war lediglich, dass Ungarn zwar die völkerrechtlichen Verträge ignoriert, erklärte der ARBÖ-Vizepräsident. Rechtliche Schritte brachten bisher keinen Erfolg, informierte der ARBÖ. (APA)