Hamburg - Der weltgrößte Touristikkonzern TUI will nach dem von Millionenverlusten geprägten Jahr 2006 für das Jahr 2007 wieder eine Dividende zahlen. Der Aufsichtsrat will der Hauptversammlung 25 Cent pro Aktie vorschlagen, nachdem die Anteilseigner vergangenes Jahr leer ausgegangen waren. Das teilte der Konzern am Mittwochabend nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Im Jahr 2006 hatte TUI einen Verlust von rund 850 Mio. Euro eingefahren und daraufhin die Dividende gestrichen.

Gleichzeitig billigte das Kontrollgremium die Prüfung von Plänen des Vorstandes, die Verschmelzung der Reederei-Tochter Hapag-Lloyd mit der TUI zu prüfen. In diesem Zusammenhang werde auch eine Verlegung von Holdingfunktionen nach Hamburg geprüft. Für Hapag-Lloyd wurden weitere Investitionen genehmigt, damit die Reederei beim Wachstum der weltweiten Transportmenge Schritt halten kann: Für das Jahr 2011 sollen Riesen-Containerschiffe mit einer Kapazität von je 8.750 Stück bestellt werden. Für 2012 und 2013 sollen weitere Schiffe kommen.

Für die Touristiksparte erwartet der TUI-Vorstand bis 2010 ein kontinuierliches Ergebniswachstum. Die Schifffahrt werde nachhaltig von den Synergieeffekten aus der Übernahme von CP Ships profitieren. (APA/AP)