Wie derStandard.at berichtete , will Bildungsministerin Claudia Schmied die Einteilung in Schulsprengel abschaffen. Ein "bisschen Wettbewerb" würde nicht schaden, erklärte sie kürzlich.

Positiv für die Eltern

Schmieds Vorstoß sei aus zwei Perspektiven zu betrachten, sagt Wolfgang Erlitz, Präsident des Landesschulrates für die Steiermark, im Gespräch mit derStandard.at. "Die Eltern würden sich sicher über eine solche Liberalisierung freuen. Sie können ihre Kinder dann in die Pflichtschule ihrer Wahl geben".

Kapazitätsprobleme und Planbarkeit

Andererseits gibt Erlitz zu bedenken, dass Schulen, die besonders beliebt sind, Kapazitätsprobleme bekommen könnten. "Es stellt sich die Frage, was geschieht, wenn Klassenräume und Lehrer fehlen. Muss dann der Bürgermeister einer Gemeinde für Kinder aus anderen Gemeinden bezahlen und zusätzliche Räumlichkeiten schaffen?".

Schulen, die bei den Eltern weniger beliebt sind, könnten hingegen bald leer stehen, was die Schulstandorte gefährden könnte. "Insgesamt stellt sich die Frage, inwiefern dann für die Schulen noch die Planbarkeit gegeben ist". (burg/derStandard.at, 23. Jänner 2007)