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Helmut Schmidt beim SPD-Parteitag in Hamburg Ende 2007

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Schon als deutscher Bundeskanzler ließ sich Helmut Schmidt seine Pfeife schmecken.

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Hamburg - Der deutsche Altbundeskanzler Helmut Schmidt und seine Frau Loki sind von einer Nichtraucherinitiative angezeigt worden, weil sie sich das Rauchen in der Öffentlichkeit nicht verbieten ließen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft bestätigte nach Angaben der "Bild"-Zeitung den Eingang einer Anzeige wegen Körperverletzung und Verstoß gegen das Rauchverbot. Die Anzeige werde jetzt rechtlich geprüft, sagte ein Behördensprecher laut dem Bericht.

Trotz des seit Jänner in Hamburg geltenden Rauchverbots zündete sich das Ehepaar beim traditionellen Neujahrspunsch im Theater "Winterhuder Fährhaus" am 6. Jänner Zigaretten an. Das Theater stellte ihnen sogar exklusiv einen Aschenbecher zur Verfügung.

78 Jahre Nikotin

Ans Aufhören denken die beiden nicht. "Sogar die Ärzte raten uns davon ab", sagte Loki Schmidt damals der "Hamburger Morgenpost". Die Umstellung würde zu viel Stress für den Körper bedeuten. "Ich habe im Alter von zehn Jahren mit dem Rauchen angefangen", sagte die 88-Jährige. Sie wünschen sich vor allem eins: "Dass wir den 90. noch zusammen feiern." Im Dezember steht der runde Geburtstag von Helmut Schmidt an, im März 2009 folgt ihrer.

Das Theater betonte, die Raucherlaubnis für die Schmidts sei eine absolute Ausnahmeregelung. "Bei diesen treuen Ehrengästen ist das selbstverständlich", sagte Sprecher Remmer Koch. Selbst im Hamburger Rathaus dürften die beiden rauchen. Dies sei auch von allen der rund 500 Gäste am Sonntag akzeptiert worden. "Keiner hat sich beschwert, und alle anderen Raucher sind vor die Tür gegangen", sagte Koch. (APA/AP)