Wiesbaden - Die hessische SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti hat eine Große Koalition mit der CDU in Wiesbaden ausgeschlossen. Ein solches Bündnis sei wegen der unterschiedlichen Positionen beider Parteien nicht möglich, sagte sie am Sonntagabend im ZDF. Sie appellierte zugleich an die FDP, die Haltung gegenüber den Sozialdemokraten zu überdenken: "Natürlich muss das Land regiert werden, und da müssen Gespräche geführt werden. Alle Parteien müssen ihrer staatspolitischen Verantwortung gerecht werden." Ihr gehe es nicht um Macht um jeden Preis. Sie habe immer gesagt, die FDP müsse "dann überlegen, wo sie steht". Die Liberalen hatten auch am Wahlabend ein Regierungsbündnis mit den Sozialdemokraten erneut ausgeschlossen. Ypsilanti warf CDU und FDP vor, die Linke in den Landtag "hinein geredet" zu haben. "Niemand hat die Linke gebraucht", sagte sie. Für Gespräche zwischen den Parteien bestehe keine Eile. Der neue Landtag werde sich am 5. April konstituieren. Ypsilanti stimmte der Aussage des "heute journal"-Moderators Claus Kleber zu, dass die FDP "das kleinere Übel" für die SPD wäre. (APA/AP)