Minsk - Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat am Montag Parlamentswahlen für September angekündigt und zugesagt, dass internationale Beobachter die Abstimmung verfolgen können. Dem autokratisch regierenden Lukaschenko wirft der Westen seit Jahren Verletzungen der Grundrechte vor. Keine Wahl in dem Land seit Mitte der 90er Jahre wurde als frei und fair bewertet.

Ende September

"Der Termin für die Wahl wird höchstwahrscheinlich Ende September sein", sagte er nach einem Gespräch mit dem Wahlleiter des Landes. Der Wahlkampf werde daher offiziell Ende Juni beginnen. "Der Präsident betont erneut, dass internationale Beobachter eingeladen werden", hieß es in einer Erklärung Lukaschenkos, und zwar so viele, wie von den teilnehmenden internationalen Organisationen als notwendig erachtet würden.

Bei seiner Wiederwahl als Präsident im Jahr 2006 wurden Lukaschenko umfangreiche Wahlfälschungen vorgeworfen. Die Europäische Union und die USA haben deswegen ein Einreiseverbot gegen ihn verhängt. Die USA bezeichnen Lukaschenko als letzten Diktator Europas. (APA/Reuters)