Linz - Das auf Kunststoff-Rohrsysteme spezialisierte Unternehmen Poloplast mit Sitz in Leonding bei Linz will seine Präsenz in Osteuropa in den kommenden fünf Jahren massiv ausbauen. Wie Geschäftsführer Wolfgang Lux gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Dienstag-Ausgabe) bestätigte, ist ein Werk in der Ukraine oder Russland geplant. Bis 2012 sollen in den Stammsitz und ins Schwesterwerk in Ebenhofen in Deutschland 40 Mio. Euro investiert werden.

Poloplast will in Osteuropa zuerst einen Kundenstock akquirieren und einen Vertrieb aufbauen. "Dann ist der Bau eines Werks die logische Folge", erklärte Lux.

Das Geschäftsjahr 2007 stellte sich für das zum Klagenfurter Familienkonzern Wietersdorfer gehörende Unternehmen sehr ambivalent dar: Während das erste Halbjahr und der Juli Höchststände bei den Aufträgen brachte, machte sich im zweiten Halbjahr der Konjunkturrückgang im Baugeschäft bemerkbar. Unterm Strich blieb ein Umsatzwachstum von 10 Prozent auf 83 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) machte mehr als 10 Prozent der Erlöse aus.

Investitionen auch in Österreich

Das Projekt in Osteuropa solle keineswegs einer Abwanderung aus Österreich Vorschub leisten, so Lux. Denn hier werde ebenfalls kräftig investiert. Am Stammsitz soll auf einem Pachtgrundstück bis Mai ein Logistikzentrum mit 12.000 Palettenstellplätzen entstehen. Damit könne auch die Produktion der Haustechnik erweitert werden, hieß es weiter.

In Leonding und in Deutschland plant Poloplast in den kommenden Jahren große Investitionen. "Wir haben die Kapazitätsgrenze erreicht und wollen die Produktion langfristig absichern", sagte Lux. Zu den derzeit 346 Mitarbeitern sollen bis 2012 rund 100 neue dazukommen, drei Viertel davon in Oberösterreich. (APA)