Bregenz - Die "Vorarlberger gemeinnützige Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft" (Vogewosi) wird im Jahr 2008 insgesamt 30,5 Mio. Euro in Neubauten, Instandsetzungen und Wohnungssanierungen investieren. Das Bau- und Sanierungsprogramm der Vogewosi ist ganz auf ökologische Standards ausgerichtet. In Hörbranz (Bezirk Bregenz) soll im Herbst die erste neu errichtete Passivhaus-Kleinwohnanlage in Betrieb gehen, berichtete Vogewosi-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz in einer Aussendung.

Diese Anlage mit elf Wohnungen weise einen Heizwärmebedarf von weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnnutzfläche auf. Letztlich werde aber das Wohnverhalten der Bewohner darüber entscheiden, wie gut das Passivhaus funktioniere, so Lorenz. "Wir sind optimistisch, dass Passivhäuser auch im sozialen Wohnbau funktionieren und die erhofften Einsparungen bringen, auch wenn der höhere Wartungsaufwand einen Teil der Ersparnis wieder auffressen wird", erklärte der Geschäftsführer.

Niedrigenergie-Sanierung

Als große Herausforderung werde sich das erste Großprojekt einer Niedrigenergie-Sanierung erweisen. Eine Wohnanlage in Dornbirn mit 54 Einheiten soll in bewohntem Zustand auf Passivhaus-Niveau gebracht werden. Zudem werden 16 ältere Wohnanlagen mit insgesamt 602 Wohnungen um 10,6 Mio. Euro saniert, um "massive öko-technische Verbesserungen" zu erreichen. Rund 1,6 Mio. Euro wird die Vogewosi zudem in Innensanierungen von etwa 270 älteren und abgewohnten Wohnungen investieren. Die meisten Sanierungsarbeiten könnten ohne Erhöhung des Mietentgelts durchgeführt werden, betonte Lorenz.

Insgesamt befinden sich laut Lorenz derzeit 116 Wohnungen im Bau, für 193 weitere Wohnungen soll der Spatenstich 2008 erfolgen. "Beim Neubau geht der Trend in Richtung kleinerer Wohnanlagen mit weniger als 25 Wohneinheiten", so Lorenz. Um die Ballungsräume zu entlasten, errichte die Vogewosi zunehmend kleinere Projekte im ländlichen Raum. (APA)