Jena - Ein schwaches US-Geschäft hat Spuren in der Quartalsbilanz des Medizintechnik-Herstellers Carl Zeiss Meditec hinterlassen. Nach Unternehmensangaben vom Donnerstag sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2007/2008 (30. September) binnen Jahresfrist von 16,9 auf 14,5 Mio. Euro.

Der Umsatz stieg vor allem dank einer Firmenübernahme leicht um 4,4 Prozent auf 141,8 Mio. Euro. Auf dem amerikanischen Markt verringerten sich die Erlöse des Spezialisten für Geräte zur Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen um 19,3 Prozent. Die Börse reagierte auf die vorläufigen Geschäftszahlen mit einem kräftigen Kursabschlag. Die im TecDAX notierte Aktie verlor bis zum frühen Nachmittag 15,5 Prozent auf 9,74 Euro.

Das Jenaer Unternehmen hatte im vergangenen Geschäftsjahr noch einen kräftigen Umsatz- und Gewinnsprung erzielt und seinen Aktionären eine Sonderzahlung angekündigt. Für dieses Jahr prognostizierte Vorstandssprecher Ulrich Krauss einen Umsatzanstieg auf 600 bis 620 Mio. Euro. 2006/2007 beliefen sich die Erlöse auf 570 Mio. Euro.

"Derzeit gehen wir davon aus, dass die Marktschwäche in den USA und die damit verbundene Investitionszurückhaltung der Kunden nicht von Dauer sind", erklärte Krauss. Das Amerika-Geschäft von Zeiss Meditec steuert bisher etwa 40 Prozent zum Umsatz bei. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Gruppe mit 1900 Beschäftigten mehr als 90 Prozent ihrer Erlöse im Ausland. (APA/dpa)