Düsseldorf - Der deutsche Rheinmetall-Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem dank Zuwächsen im Rüstungsgeschäft Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse seien 2007 nach vorläufigen Zahlen um zehn Prozent auf rund vier Mrd. Euro geklettert, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Dienstag mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich um 26 Prozent auf 270 Mio. Euro erhöht. Damit lag Rheinmetall über der eigenen Prognose, die ein EBIT von bis zu 260 Mio. Euro vorsahen.

Die weltweit hohen Rüstungsausgaben haben dem auch im Automobilzuliefergeschäft tätigen Konzern zuletzt zu mehreren Großaufträgen verholfen. Rheinmetall treibt in seiner Sparte Defence sein Wachstum auch mit Zukäufen voran. Im vergangenen Jahr erzielte der Bereich einen Umsatz von 1,757 Mrd. Euro, ein Plus von 21 Prozent. Das EBIT steigerte die Sparte um 44 Prozent auf 160 Mio. Euro. Im Automobilzuliefergeschäft hatte Rheinmetall im vergangenen Jahr mit gestiegenen Rohstoffkosten zu kämpfen. Der Konzern steigerte hier seinen Umsatz um gut drei Prozent auf 2,249 Mrd. Euro. Das EBIT stieg um sieben Mio. Euro auf 120 Mio. Euro.

Beim Jahresüberschuss verbuchte Rheinmetall 150 Mio. Euro, gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung von 22 Prozent. Einen Ausblick auf 2008 gab Rheinmetall zunächst nicht. Bereits bei der Vorlage seiner Neun-Monatszahlen im November hatte die Gesellschaft für das laufende Jahr für beide Geschäftsbereiche steigende Ergebnisse in Aussicht gestellt. Den kompletten Bericht für 2007 will der Konzern am 19. März präsentieren. (APA/Reuters)