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IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sagte am Mittwoch in Neu-Delhi, keine Region werde die Krise völlig ungeschoren überstehen.

APA/EPA/Gillieron
Neu-Delhi - Europa wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Folgen der Finanzkrise noch stärker als bisher zu spüren bekommen. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sagte am Mittwoch in Neu-Delhi, keine Region werde die Krise völlig ungeschoren überstehen.

Die Weltwirtschaft sei in schwieriges Fahrwasser geraten, da sich die Finanzkrise auf die Realwirtschaft ausweite: "Ich denke, die Folgen werden zunehmend in Europa zu spüren sein. Auch die Schwellenländer sind meiner Ansicht nach nicht immun gegen die Krise", fügte der französische IWF-Chef in der indischen Hauptstadt hinzu.

Die offenbar gestiegenen Risiken für die europäische Wirtschaft spiegeln sich auch in einer aktuellen Umfrage unter Experten internationaler Firmen des Münchner Ifo-Instituts wider. Angesichts der schwächeren Konjunkturaussichten hat sich das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone so stark eingetrübt wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Strauss-Kahn empfahl den Regierungen und Zentralbanken weltweit, bei Abschwungtendenzen die Binnenkonjunktur zu stützen. Die Notenbanken müssten in Zeiten der Krise zudem weiter Liquidität für die Kreditmärkte bereitstellen. Seit Ausbruch der Hypothekenkrise ist Geld an den Kreditmärkten knapp geworden, da sich die Banken gegenseitig misstrauen. (APA)