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Einfach von oben drauf klopfen, oder?

Foto: APA/EPA/Foersterling
Hannover - Der ehemalige Box-Weltmeister Nikolai Walujew ist nur noch einen Sieg von der Revanche gegen seinen Bezwinger entfernt. Bei einem Erfolg im WM-Ausscheidungskampf über Ex-Weltmeister Sergej Ljachowitsch aus Weißrussland am Samstag (22.10 Uhr/ARD) in der Arena Nürnberg wäre der Russe offizieller Herausforderer von WBA-Titelträger Ruslan Tschagajew.

Der Usbeke aus dem Hamburger Universum-Boxstall hat dem 2,13 Meter großen Walujew im April 2007 den Weltmeistertitel knapp nach Punkten entrissen. "Für mich gibt es nur ein Ziel: Ich will meinen Gürtel zurückholen", sagte der 34-jährige Walujew.

In Nürnberg will Walujew beweisen, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat. Nach der Niederlage gegen Tschagajew wechselte der russische Riese den Trainer. Mit Alexander Zimin bereitete sich der Russe in seiner Heimatstadt St. Petersburg, in Japan und in Berlin auf den WM-Ausscheidungskampf vor. "Ich bin in einer sehr guten Form. Ich werde mit sehr viel Selbstsicherheit in den Kampf gehen", kündigte Walujew an.

Großes Versprechen

Bei seinem ersten Auftritt unter der Regie von Zimin reichte es im September jedoch nur zu einem müden Punktsieg über den Kanadier Jean-Francois Bergeron. "Gegen Ljachowitsch werde ich mehr von dem zeigen können, woran wir in den letzten Monaten gearbeitet haben", versprach Walujew.

Der 31-jährige Weißrusse, der mittlerweile in den USA lebt, könnte Walujew vor große Probleme stellen. Der mit einer Körpergröße von 1,93 Meter zwanzig Zentimeter kleinere Ex-Weltmeister ist ein ausgezeichneter Techniker. Im April 2006 entthronte Ljachowitsch WBO-Titelträger und Klitschko-Bezwinger Lamon Brewster (USA), verlor den Titel im November vergangenen Jahres jedoch vorzeitig an den Amerikaner Shannon Briggs. Seitdem hat der in 25 Kämpfen zweimal besiegte Ljachowitsch nicht mehr im Ring gestanden.

"Ich bin eindeutig der schnellere und beweglichere Boxer. Ich werde den russischen Riesen jagen", meinte Ljachowitsch, der sich in Bulgarien auf den Kampf vorbereitet hat. Sollte Walujew in seinem 50. Kampf den 48. Sieg feiern, könnte es schon im April zur Revanche mit Tschagajew kommen. Das Management des Weltmeisters hat jedoch beim Weltverband WBA einen Antrag gestellt, die Pflichtverteidigung noch zu verschieben. Tschagajew soll seinen Titel zunächst freiwillig gegen seinen deutschen Stallgefährten Luan Krasniqi verteidigen.(APA/dpa)