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Der Fahrer des Unfalls-Fahrzeugs habe wegen einer weißen Staubwolke der vor ihm rasenden Autos nichts sehen können. Dadurch sei er von der Fahrbahn abgekommen und habe die Kontrolle über sein Auto verloren

Foto: AP/ Haraz N. Ghanbari

Washington - Bei einem illegalen Straßenrennen auf einer Landstraße im US-Bundesstaat Maryland sind am Wochenende acht Menschen getötet und fünf schwer verletzt worden. Ein offensichtlich an dem Rennen nicht beteiligtes Auto raste am Samstag in Accokeek rund 30 Kilometer südlich von Washington in eine Zuschauergruppe von rund 50 Menschen. Wie Augenzeugen berichteten, war das Fahrzeug, das den Unfall verursachte, ohne Licht gefahren.

"Es war ein entsetzliches Bild mit den vielen Opfern und den Trümmern auf der Straße", sagte Polizeioffizier Clinton Copeland der Washington Post. Demnach bedeckten Schuhe, Kleidungsstücke und Blutlacken den Unglücksort.

Hunderte Zuschauer

Alle Opfer seien Männer im Alter zwischen 20 und 60 Jahren, berichtete ein Polizeisprecher, ohne aber nähere Angaben über deren Identität zu machen. Zwischen 200 und 300 Menschen seien die ganze Nacht über am Straßenrand gestanden, um das gesetzeswidrige Autorennen zu verfolgen, berichtete der Augenzeuge Steve Swann (36) aus Fort Washington einer Zeitung.

Fahrer hat nichts gesehen

Der Fahrer des Fahrzeugs habe der Polizei gesagt, er habe wegen einer weißen Staubwolke der vor ihm rasenden Autos nichts sehen können, schrieb die Washington Post. Dadurch sei er von der Fahrbahn abgekommen und habe die Kontrolle über sein Auto verloren. Der Fahrer sei offenbar nicht schwer verletzt und von der Polizei festgenommen worden, berichtete der US- Nachrichtensender CNN. Allerdings wurde der Beifahrer des Mannes bei dem Unfall verletzt. Auch ein vorbeifahrender Sattelschlepper wurde in den Unfall verwickelt.

Stundenlange Sperre

Vermutlich jugendliche Autofahrer hatten das populäre, aber streng verbotene Wettrasen zwischen 3 Uhr und 4 Uhr Ortszeit im Landkreis Prince George nahe der US-Hauptstadt veranstaltet. Nach dem Unfall wurde die vierspurige Landstraße 210, die nachts relativ wenig befahren ist, für Stunden gesperrt. Der Zustand der Verletzten, die in ein Krankenhaus gebracht worden waren, wurde als kritisch bezeichnet. (dpa/ DER STANDARD Printausgabe 18.2.2008)