Luxemburg - Der weltweit führende Satellitenbetreiber SES hat nach einer robusten Bilanz in 2007 weiteres Wachstum angekündigt. Bis 2010 erwartet SES, dessen Tochtergesellschaft die Astra-Satelliten betreibt, ein jährliches Umsatzplus von mehr als sechs Prozent. "Die Aussichten für SES bleiben höchst robust", sagte SES-Chef Romain Bausch am Montag im luxemburgischen Betzdorf. Im vergangenen Jahr legte das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent auf 613,1 Mio. Euro zu. Der Umsatz sank leicht um 0,3 Prozent auf 1,61 Mrd. Euro. SES habe "wie geplant ausgezeichnete Ergebnisse" erzielt und das Geschäft in allen Bereichen verbessert, sagte Bausch. Die Dividende soll daher um 36 Prozent auf 0,60 Euro angehoben werden.

Besonders ragten laut Bausch 2007 die Geschäftserfolge von SES Astra auf den europäischen Märkten heraus. Astra habe seine technische Reichweite auf insgesamt 109 Mio. Kabel- und Satellitenhaushalte in Europa und Nordafrika ausgedehnt. Die Zahl der verbreiteten Kanäle und Dienstleistungen sei auf fast 2.300 Video-, Audio- und interaktive Angebote gestiegen. Auch auf dem französischen Markt habe SES Astra seine Position ausbauen können. Zudem sei das Neugeschäft des 2006 übernommenen US-Satellitenbetreibers New Skies mit einem Wachstum von rund 20 Prozent "sehr erfreulich" gewesen, sagte Bausch.

Bilanz durch Rückkauf belastet

Die Bilanz wurde im vergangenen Jahr durch den Rückkauf eines 19,5-prozentigen Anteils von General Electric mit 1,2 Mrd. Euro belastet. Diese Transaktion habe SES aber einen Ausstieg aus nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereichen und eine Verschlankung der Konzernstruktur ermöglicht, hieß es. Die Barmittel erhöhten sich um 12,5 Prozent auf 1,19 Mrd. Euro. Damit werde der Handlungsspielraum erhöht, "um unser Geschäft weiter ausbauen zu können - und zwar entweder durch Investition in den Bau neuer Satelliten oder durch gezielte Akquisitionen", hieß es. Ende 2007 lag das voll abgesicherte Auftragsvolumen bei insgesamt 5,8 Mrd. Euro. (APA/dpa)