Wien - Nach Untersuchungen der Staatsanwaltschaft gegen den früheren Kabinettschef im Innenministerium, Philipp Ita, hat jetzt auch sein neuer Arbeitgeber, die ÖBB, eine Überprüfung der Vorgänge eingeleitet. Er habe eine Sachverhaltsdarstellung erstellen lassen und lasse nun überprüfen, ob die aufgeworfenenen Fragen mit Itas Tätigkeit bei den ÖBB vereinbar seien, erklärte der oberste Personalchef der Bahn, Franz Nigl, am Montag.

Überprüft würden die externen Vorwürfe, so Nigl. Zum Teil würden Ita dabei strafrechtliche Delikte zur Last gelegt. Daher seien die ÖBB "verpflichtet, dazu eine Stellungnahme einzuholen".

ÖBB-intern keine Vorwürfe

ÖBB-intern gebe es bisher keinerlei Vorwürfe gegen Ita. Im Gegenteil, er habe seinen Job in den ÖBB bisher "sehr gut gemacht". Der ÖBB-Personalchef und Geschäftsführer der ÖBB-Dienstleistungs GmbH geht davon aus, dass die internen Untersuchungen, ebenso wie jene der Staatsanwaltschaft und des Innenministeriums, rasch abgeschlossen sein werden.

Von seiner Arbeit freigestellt habe er Ita während der jetzt laufenden Untersuchungen nicht. Dafür reichten die Berichte in den Medien nicht aus, so Nigl.

Ita ist seit dem Vorjahr Bereichsleiter des operativen Human-Ressource-Managements in den ÖBB und damit für das Recruiting, Personalentwicklung und Pensionsservices verantwortlich. Politische Intervention habe es bei seiner Bestellung keine gegeben, versicherte Nigl. Für die neu geschaffene Position habe es tatsächlich einen Bedarf gegeben. Auch wenn der Posten nicht ausgeschrieben worden sei, sei er überzeugt gewesen, dass Ita die Anforderungen "zweckmäßig erfüllt". "Um Politik habe ich mich bisher wenig gekümmert und das werde ich auch weiterhin so halten", so der ÖBB-Personalchef. (APA)