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Foto: AP/Sohn
Salzburg - Das Miele-Werk in Bürmoos bei Salzburg soll völlig neu strukturiert werden, um den Betrieb nicht zusperren zu müssen. Das stellte der Chef des Miele-Werks in Bürmoos, Manfred Neuhauser, gegenüber den "Salzburger Nachrichten" ("SN") fest, wie die Zeitung in ihrer Ausgabe am Mittwoch berichtete. Der Umsatz müsse verdoppelt werden, qualifizierte Mitarbeiter würden dringend gesucht.

Mit 17,6 Mio. Euro Umsatz und 220 Mitarbeitern wie im Jahr 2006 sei man eben nicht wettbewerbsfähig, sagte Neuhauser in den "SN". Um aus der Verlustzone herauszukommen, müsse der Umsatz bis 2015 auf rund 50 Mio. Euro pro Jahr erhöht werden. Das komme im Vergleich zu 2007 (22 Mio. Euro) mehr als einer Verdoppelung gleich.

Das Werk war bisher reiner Komponenten-Lieferant, zu 90 Prozent für Miele. Dazu gehören zum Beispiel Blenden für E-Herde oder im Medizintechnikbereich Körbe für Desinfektoren. Außerdem habe man sich bisher ausschließlich auf die Edelstahlproduktion konzentriert. In Zukunft würden auch beschichtete Metalle verarbeitet, so Neuhauser in den "SN". Zukünftig sollen in Bürmoos auch Endgeräte für die Medizintechnik produziert werden.

Arbeit mit Partnern

Weniger anspruchsvolle und arbeitsintensive Teile sollen an Partner im Osten oder in Asien vergeben werden. In Salzburg wolle man sich auf Endprodukte, Montage und Endprüfung oder vormontierte Einheiten konzentrieren. Das alles bedeute, dass Miele auch seine Entwicklungsabteilung ausbauen müsse, meinte der Werksleitner in den "SN". Gerade in der Medizintechnik wolle man künftig mehr selbst entwickeln, die Serie woanders produzieren lassen und die Montage dann wieder selbst im Werk übernehmen.

Für die Umstrukturierung und Neuausrichtung sucht das Miele-Werk qualifizierte Mitarbeiter - vom Schweißer über den Techniker bis zu Konstrukteuren und Entwicklern. Die Neuausrichtung des Werks bedeute übrigens keinen Arbeitsplatzabbau. Derzeit gibt es 240 Mitarbeiter, gebraucht werden in den nächsten Jahren aber bis zu 300, hieß es in den "SN". (APA)