Budapest/Wien - Die Wiener Beteiligungsfirma Vienna Capital Partners (VCP) hat nicht die Absicht, die ungarische Hypotheken-Bank FHB zu übernehmen. Das sagte VCP-Chef Heinrich Pecina der ungarischen Tageszeitung "Napi Gazdasag". Die VCP sei ein langfristiger Investor bei FHB, es sei jedoch nicht geplant, die derzeitige Beteiligung so weit zu erhöhen, dass ein Übernahmeangebot gelegt werden müsste, sagte Pecina.

VCP hatten im Frühjahr 2007 außerbörslich um gut 50 Mio. Euro 9,86 Prozent an der FHB erworben und diese Beteiligung am 30. Jänner 2008 auf 10,31 Prozent erhöht, wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete. Bereits im Dezember 2007 hatten die VCP einen Terminkontrakt über den Erwerb von 6,27 Millionen FHB-Aktien - 9,5 Prozent der Anteile - bis zum 22. Dezember 2009 abgeschlossen.

Ungarisches Recht

Nach ungarischem Recht darf bei Unternehmen mit stark fragmentierter Eigentümerstruktur ein einzelner Aktionär nur mittels eines öffentlichen Übernahmeangebotes die Beteiligungsgrenze von 25 Prozent überschreiten.

Die FHB sei langfristig gesehen ein gutes Unternehmen, betonte Pecina - unabhängig davon, wie die Welt derzeit über Hypothekenbanken denke. (APA)