Wien - Der Verkauf der Meinl Bank-Tochter MERE, der Managementgesellschaft der börsenotierten Meinl European Land (MEL), ist offenbar weiter Gegenstand intensiver Verhandlungen. "Es gibt keinen neuen Stand, es wird geredet, verhandelt, evaluiert", sagte Meinl Bank-Sprecher Herbert Langsner heute, Dienstag, auf APA-Anfrage. Ziel sei weiter ein möglichst rascher Abschluss der Gespräche, dabei sei man aber terminlich auf kein Datum festgelegt. "Wir peilen für die nächsten Wochen ein Ergebnis an, das ist durchaus realistisch", so Langsner.

Dass für den Verkauf der Immo-Managementgesellschaft MERE (Meinl European Real Estate Ltd.) wie kolportiert ein Zeitpunkt Ende Februar angepeilt war, will Langsner nicht bestätigen. "Das ist eine komplexe Materie, da kommt es auf ein paar Tage kommt nicht an." Es gebe keine Frist, "auch jetzt nicht". Auch zum Inhalt der Gespräche gibt es keine Angaben, sie verliefen "sachlich", hieß es lediglich.

Zu hoher Verkaufspreis

Nicht bestätigen will Langsner einen Bericht im heutigen "WirtschaftsBlatt", wonach sich der Verkauf noch an den Vertragsklauseln und am Kaufpreis spießen soll. Dem Blatt zufolge will Meinl für MERE einen Preis von 150 bis 200 Mio. Euro erzielen. Nach Ansicht von Analysten werde es "schwer, dafür mehr als 100 Millionen Euro zu lukrieren". "Solange Meinl auf einer Übernahme der Klagsrisiken beharrt, ist weder ein Deal bei MERE noch bei Meinl European Land möglich", wird ein nicht genannter Banker zitiert.

Das Blatt stellt einen Vergleich mit der zum Verkauf stehenden Constantia Privatbank (CPB) an, in der ebenfalls zwei große Immo-Gesellschaften verwaltet werden. Die Managementverträge mit Immofinanz und Immoeast der CPB werden mit 850 Mio. Euro bewertet, bei einem Immo-Portfolio von 18 Mrd. Euro. Der Immo-Wert der MEL ist 1,8 Mrd. Euro schwer, woraus sich laut der Zeitung analog eine Bewertung der MERE von rund 85 Mio. Euro errechnet. Diese Zahlen sind laut Langsner "reine Spekulationen". (APA)