Die Spekulationen um einen kolportierten ORF-Ausstieg der "Zeit im Bild"-Moderatorin Ingrid Thurnher haben am Mittwoch für Verwerfungen zwischen dem ORF und der ProSieben Austria-Gruppe (ProSieben, Puls 4) gesorgt. Der öffentlich-rechtliche ORF wies die Darstellung des Privatsenders, wonach Thurnher wegen eines Wechsels auf die Privaten zugegangen sei, vehement zurück. Vielmehr seien ProSieben und Puls im Auftrag von Geschäftsführer Markus Breitenecker mit einem Angebot an Thurnher herangetreten, so ORF-Kommunikationschef Pius Strobl. "Die Behauptungen des Mini-Sender-Geschäftsführers Breitenecker stimmen - wie so oft - nicht", sagte Strobl. "Die Trauben sind zwar süß, hängen aber für einen 0,5-Prozent-Marktanteil-Sender doch zu hoch. Manchmal muss man mit Abfuhren auch leben können." Dass ProSieben Austria nach der Absage Thurnhers und ihrem Verbleib im ORF so tue, als hätte die Privatsenderkette auf ein Engagement Thurnhers verzichtet, weil man keine bekannten ORF-Gesichter wolle, bezeichnete Strobl als "Marketing-Schmäh". Aber "verschmähte Liebe tut halt manchmal weh". (APA)