Wien - Der steirische Landeshauptmann Franz Voves geht davon aus, dass trotz Koalitionskrise sich die beiden Regierungspartner "wieder zusammenraufen". Dies wäre für das Land "sicher das absolut Beste", so Voves in der Fernsehsendung "Report" des ORF.

Was die ÖVP betrifft, meinte Voves, es gebe einen Teil, der "scheinbar Neuwahlen will" und dass die ÖVP die "Flucht nach vorne antritt". Voves beharrte gleichzeitig auf einem Vorziehen der Steuerreform auf 2009. "Ich verstehe die ÖVP nicht, nirgendwo im Koalitionsübereinkommen ist 2010 niedergeschrieben".

"Pervers"

Er hoffe jedenfalls, dass das Gespräch von Bundespräsident Heinz Fischer mit den Regierungsspitzen erfolgreich sei. Es sei ja "pervers, dass in einem Land, das im internationalen Vergleich derart gut dasteht, eine Krisensitzung beim Bundespräsidenten stattfindet, weil beide Großparteien nicht miteinander können".

Eine rot-blaue Koalition sei "überhaupt kein Thema". Es gebe die Große Koalition und "zur Zeit stellt sich die Frage nicht nach anderen Koalitionen". (APA)