Microsoft Österreich gab am Dienstag den Startschuss für den Windows Server 2008 und die Entwicklungsumgebung Visual Studio 2008 ab. Beide Produkte sind nun auch "offiziell in Österreich verfügbar", so Wolfgang Briem, Leiter der Server-Abteilung, vor Journalisten in Wien. Die Standardversion, inklusive fünf Zugriffslizenzen (CAL) für Clients, des Servers kostet rund 550 Euro, für die Enterprise-Version mit 25 CALs sind rund 2400 Euro zu berappen.

Schneller

Wir sollen "auf dem Servermarkt schneller wachsen als der Markt", so Wolfgang Briem. Ansprechen will man Neukunden und jene, die bereits auf älter Windows-Technologie, wie Windows Server 2000, setzen. Zusätzlich will man im Linux- und Unix-Revier wildern.

Neues

Das Betriebssystem soll die Sicherheit erhöhen, die Datenverwaltung verbessern und die Hardware mittels Virtualisierung besser auslasten. Letzteres Feature befindet sich allerdings noch im Beta-Stadium und wird von Microsoft nachgereicht. Im Web-Bereich nun wird die verbreitete Skriptsprache PHP voll unterstützt. Auch kann man den Windows Server 2008 ohne graphische Oberfläche installieren – der Verzicht auf unnötige Funktionen soll für mehr Sicherheit und mehr Stabilität Stabilität sorgen.

Mit revolutionären Neuerungen trumpft Microsoft allerdings nicht auf, fast alle neuen Features finden sich teilweise seit Jahren in Produkten der Konkurrenz. Microsoft kam den "Wünschen der Kunden" nach, so Hans Berndl, Server 2008 Product Manager.

Warten

Als zusätzliches heißes Eisen hat Microsoft den SQL Server 2008 im Feuer, der im dritten Quartal 2008 auf den Markt kommen. Die Betaversion der Software wird allerdings von heimischen Unternehmen wie Bwin getestet. (sum)