Wien - Die Coface Austria Group, österreichische Tochter der französischen Coface, erzielte 2007 in der neuen Holdingstruktur Umsatzsteigerungen in allen Geschäftsbereichen. "Trotz der volkswirtschaftlichen Entwicklungen in Europa haben Coface Austria und Coface Central Europe ein hervorragendes Jahresergebnis erwirtschaftet und sind erfolgreich mit Factoring gestartet", fasste Coface-Generaldirektorin Martina Dobringer am Dienstag bei einer Pressekonferenz das Geschäftsjahr 2007 zusammen.

Für 2008 ist die Expansion nach Lettland und Bulgarien geplant. Nach dem Start mit Factoring in Österreich und Polen will Coface Austria heuer in Litauen oder Tschechien eine Factoring-Gesellschaft erwerben oder gründen, sagte Dobringer. In Österreich soll der Marktanteil am Factoring-Markt von derzeit 1,6 auf 4 Prozent steigen. Auch die Inkasso-Aktivitäten sollen heuer verstärkt werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 hat Coface Austria & Coface Central Europe insgesamt einen Umsatz von 97,8 Mio. Euro (2006: 83,3 Mio. Euro) erwirtschaftet, was einem Plus von 17,4 Prozent entspricht. Alle Bereiche haben sowohl höhere Ergebnisse als auch eine weitere Verbesserung des Ertrags erzielt. Coface Austria habe damit im Bereich Kreditversicherung ihre Marktführerschaft in Österreich verteidigt. 2008 soll die Umsatzgrenze von 100 Mio. Euro überschritten werden.

In Österreich ist der Umsatz der Coface Austria Kreditversicherung AG 2007 um 11 Prozent auf 56,7 Mio. Euro (2006: 50,9 Mio. Euro) gestiegen. Die Schadenquote der Kreditversicherung in Österreich ist mit 53,1 Prozent (nach 51,5 Prozent im Vorjahr) leicht gestiegen. Coface spüre aber in den ersten beiden Monaten 2008 eine gewisse "Verlangsamung des Wirtschaftswachstums", so Dobringer.

Nicht zuletzt auf Grund einer verschlechterten Risikosituation seien daher Prämiensteigerungen von 5 bis 10 Prozent möglich, so Dobringer. Polizzen im Altbestand würden nicht angefasst. (APA)