Blogger zählen zu den aktivsten Nutzern von Online-Nachrichten und Unterhaltungs-Webseiten. Wie aktuelle Erhebungen von comScore belegen, konsumieren aktive Weblog-Schreiber deutlich mehr Informationen im Internet als durchschnittliche User. Mit der zunehmenden Quantität als auch Qualität der Blogs sowie ständig steigenden Nutzerzahlen wird auch die Werbewirtschaft mehr und mehr auf den Bereich aufmerksam. "Dieses gutinformierte und technisch gebildete Konsumentensegment stimmt mit dem Profil eines Meinungsbildners überein", erläutert Jack Flanagan, Vizepräsident von comScore. Daher seien Blogger auch eine besonders attraktive Zielgruppe für Werber. "Blogs sind auch als Werbeumfeld für Unternehmen gut denkbar. Andere Werbeformen im Internet überwiegen allerdings. Hauptberufliche Blog-Betreiber können sich selten allein von Werbeeinnahmen finanzieren", meint dazu Christian Spahr, Pressesprecher Telekommunikation und Recht beim Branchenverband BITKOM, auf Nachfrage von pressetext.

Nutzung

Die aktivsten Weblog-Betreiber zählen laut der Studie auch zu den 20 Prozent der aktivsten Blog-Besucher im Internet. Sie allein sind für 84 Prozent der gesamten Zeit verantwortlich, die auf Blogging-Seiten verbracht wird. Diese Gruppe von Internetnutzern konsumiert überdurchschnittlich viele Inhalte auf politischen und allgemeinen Nachrichtenseiten. Aber auch die Aktivitäten auf Webseiten mit Unterhaltungs-News, Film- sowie Fotoportalen sind bei den eifrigen Bloggern deutlich höher als im Durchschnitt.

Ranking

Bei US-Bloggern besonders beliebt sind die News- und Entertainment-Seiten Digg.com und Perezhilton.com. Dahinter folgen die Webauftritte von CTVGlobeMedia und RapidShare. Laut comScore wurde im Erhebungszeitraum beispielsweise auf Digg.com von den aktiven Weblog-Schreibern dreimal soviel Inhalt konsumiert als von normalen Nutzern. Ähnliche Zahlen gelten auch für die anderen genannten Plattformen.

Studie

Wie eine Studie des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive zeigt, sind Blogs an sich im Gegenzug aber nicht zwangsläufig ein Magnet für die breite Masse. So zeigt zum Beispiel die Mehrheit der Amerikaner kein Interesse an den politischen Blogs rund um die laufenden US-Vorwahlen. Nur 22 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig Blogs zum Thema Präsidentschaftswahlen zu lesen. 56 Prozent sagten, sie würden niemals Weblogs lesen, die das Thema Politik behandeln. (pte)