Erstmals in der Geschichte des Berliner Medienkonzerns Axel Springer hat die "Welt"-Gruppe einschließlich "Berliner Morgenpost" die Gewinnzone erreicht. Dies teilte Vorstandschef Mathias Döpfner am Mittwoch in Berlin auf der Bilanzpressekonferenz mit. "Das hat niemand für möglich gehalten", sagte der Manager und sprach von einer guten Nachricht mit historischer Dimension.

Noch vor drei Jahren hatten "Berliner Morgenpost", "Welt", und "Welt am Sonntag" einen hohen zweistelligen Millionenverlust verbucht. Heute erzielen sie laut Döpfner einschließlich "Welt Kompakt" einen hohen einstelligen Millionengewinn.

Weiter gab Döpfner bekannt, dass der bisherige Chefredakteur von "Welt am Sonntag" und "Welt Online" sowie der Sprecher der Chefredakteursrunde der "Welt"-Gruppe, Christoph Keese, seinen Posten räumen wird. Ab 1. April wird Keese die neue Funktion eines Konzerngeschäftsführers Public Affairs übernehmen. In enger Abstimmung mit dem Vorstand soll er die Interessen des Medienkonzerns gegenüber der Politik und den Verbänden auf nationaler und internationaler Ebene vertreten. Der bisherige "Welt"-Chefredakteur Thomas Schmid übernimmt künftig als Chefredakteur die redaktionelle Gesamtverantwortung aller "Welt"-Titel. (APA/AP)